Süchtig! Unsere Jugend ist betroffen January 10, 2011 at 4:36 pm
Wie gefährdet sind Jugendliche gegenüber der Computersucht?
Experten meinen, dass in der BRD jeder zehnte Jugendliche computersüchtig ist, wobei Jungen stärker betroffen sind als Mädchen. Diese Entwicklung ist alarmierend, denn neben der Gefährdung des Körpers und der Psyche, werden nach längerer Dauer alle sozialen Kontakte im reellen Leben und auch die Schullaufbahn abgebrochen. So kann durch Computersucht im Teenageralter der weitere Lebensverlauf des Jugendlichen negativ beeinflusst werden.
Mädchen bevorzugen nach Chats im Internet süchtig zu werden, Jungen hingegen geraten eher in die Abhängigkeit von Computerspielen. In den vergangenen Jahren haben sehr viele Menschen, darunter auch Erwachsene eine Sucht zum Spiel „World of Warcraft (WoW) entwickelt.
Computersucht kann mit jeder anderen Sucht auf die gleiche Stufe gestellt werden, denn sie führt zu einem Kontrollverlust. Der Betroffene wird von einem unwiderstehlichen Drang quasi an den Computer gelockt und verbringt immer mehr Zeit mit dem Spielen. Der Computer wird zum täglichen Ziel des Süchtigen, wobei es schier unmöglich scheint, „offline“ zu sein, denn der Spieler muss spielen. Die Jugendlichen, vernachlässigen ihr reelles Leben und tauchen immer weiter in die Computerwelt ein. Es folgt daraufhin eine deutliche Verschlechterung der Schulleistungen, und die bisherigen Freizeitbeschäftigungen und Hobbys werden links liegen gelassen. Im Endstadium, interessiert sich der Betroffene für nichts mehr anderes, als für die virtuelle Welt, man kann schon fast von einer Art Realitätsverlust sprechen, der Süchtige verschließt sich immer mehr und mehr und nimmt auch nicht mehr aktiv am Familienleben teil.
Auch wenn vorher, ein gutes Verhältnis zu seiner Familie der Fall war, so wird es je nach Dauer der Sucht immer schwerer ihn zu erreichen. Wenn besorgte Familienangehörige Druck auf den Jugendölichen ausüben und mit Grenzen drohen, eskaliert die Situation meistens. Wutausbrüche und Geswalt sind dort nicht weit weg, denn der Süchtige wird alles daran setzen, sich in seine ‘virtuelle Welt zurückziehen zu dürfen.
Der Betroffene sieht seine Sucht nicht ein, dieses Verhalten, ist auch für andere Suchterkrankungen typisch. Dies ist nicht nur eine psychische, sondern auch eine körperliche Belastung, da die Wohnung immer seltener verlassen wird, weil Sport an der frischen Kuft zunehmend uninteressanter wird. Anstatt zu den gegebenen Zeiten mit der Familie zu essen wird nur noch schnell vor dem Computer gegessen, meistens Fastfood, Chpis etc. → Übergewicht.
Um sich von der Sucht zu befreien, benötigt der Jugendliche Unterstützung. Es gibt dazu staatliche und private Stellen, die diesen gerne beraten.